SDG 6

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle

Wasser – wir trinken es, wir brauchen es zum Kochen, wir waschen damit. Es ist ebenso wichtig für sanitäre Einrichtungen und die Herstellung von Nahrungsmitteln und Konsumgütern. Für viele von uns ist es selbstverständlich, dass immer genügend Wasser aus dem Hahn kommt und wir unter der Dusche das Wasser auch mal länger laufen lassen können als notwendig. Doch jeder zweite Mensch leidet darunter, dass bei ihm für mindestens einen Monat pro Jahr das Wasser knapp wird. Jede:r Zehnte hat sogar gar keinen gesicherten Zugang zu Wasser und jeder vierte Mensch lebt in einem Land, in dem sehr viel Wasser verbraucht wird und die Wasserressourcen nur noch sehr gering sind. Insbesondere Staaten in Nordafrika stehen unter Wasserstress und sind der Gefahr ausgesetzt, dass das Wasser für sie in bald knapp werden könnte.

Dabei gibt es genügend Süßwasser auf dem Planeten, um dies zu verhindern. Aufgrund schlechter Wasserwirtschaft oder schlechter Infrastruktur sterben jedoch jedes Jahr Millionen von Menschen an Krankheiten, die mit einer unzureichenden Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene verbunden sind. Derzeit leben mehr als zwei Milliarden Menschen mit der Gefahr eines eingeschränkten Zugangs zu Süßwasserressourcen. Bis 2050 dürfte mindestens jeder Vierte in einem Land leben, das von chronischem oder wiederkehrendem Süßwassermangel betroffen ist. Bestimmte Dürren treffen einige der ärmsten Länder der Welt und verschärfen Hunger und Unterernährung.

Die Anzahl der Menschen, die eine sichere Sanitäreinrichtung zur Verfügung stehen haben, hat sich zwar in den letzten Jahren erhöht, trotzdem muss noch ungefähr jeder elfte Mensch seine Notdurft im Freien verrichten, weil es überhaupt keine Toilette gibt. Mehr als jeder dritte Mensch hat zu Hause weder Wasser, Waschbecken noch Toilette. Mangelnde sanitäre Einrichtungen begünstigen die schnellere Ausbreitung von Krankheiten und Bakterien. Zudem hat auch ein Drittel aller Grundschulen keinen Zugang zu Trinkwasser und keine Sanitäreinrichtungen, dadurch leidet die Gesundheit von sehr vielen Schüler:innen.

Deutschland hat eine gute Trinkwasserqualität. Anders sieht die Situation in Flüssen und weiteren Fließgewässern aus. Grund- und Oberflächengewässer sind nicht nur mit Nitrat, sondern auch mit Schwermetallen (Quecksilber) oder Phosphat sowie mit Rückständen einzelner Pflanzenschutz- und Arzneimittel belastet. Phosphor gelangt durch die Landwirtschaft und aus Städten in die Flüsse. Dadurch erhöht sich der Nährstoffgehalt im Wasser enorm und Sauerstoff wir immer knapper. Es kann dazu kommen, dass viele Fische sterben und sich giftige Algen bilden. Nitrat wird durch Dünger eingespeist und zu hohe Nitratwerte sorgen dafür, dass das Grundwasser ohne Aufbereitung nicht mehr getrunken werden kann. Bei fast einem Fünftel der Messstellen im Grundwasser wurde der kritische Schwellenwert überschritten.

Deutschland importiert viele Produkte, für deren Produktion in den Herstellungsländern eine Menge Wasser benötigt wird – beispielsweise für die Herstellung von Jeans oder den Anbau von Avocados. Damit trägt Deutschland über seine Konsumgüter auch zur Wasserverschmutzung durch den Einsatz von Chemikalien und zur Wasserknappheit der sogenannten Entwicklungsländer bei. Auch wenn wir in Deutschland derzeit keinen Wassermangel haben, wird sich der Klimawandel Prognosen zufolge auswirken. Trockene Sommer sorgen dafür, dass die Landwirtschaft immer mehr Wasser zur Bewässerung ihrer Felder benötigt. So wird dann mehr und mehr Grundwasser für die Landwirtschaft verwendet, das aber auch überwiegend zur Trinkwassergewinnung genutzt werden müsste.

Sauberes, zugängliches Wasser für alle ist ein wesentlicher Teil der Welt, in der wir leben wollen. Wasserknappheit, schlechte Wasserqualität und unzureichende sanitäre Einrichtungen beeinträchtigen die Ernährungssicherheit, die Lebensgrundlage und die Bildungsmöglichkeiten armer Familien auf der ganzen Welt. Glücklicherweise wurden in den letzten zehn Jahren große Fortschritte bei den Trinkwasserquellen und der Abwasserentsorgung erzielt, so dass heute über 90 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu verbesserten Trinkwasserquellen haben. Um die Abwasserentsorgung und den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern, müssen die Investitionen in die Bewirtschaftung von Süßwasserökosystemen und Abwassereinrichtungen auf lokaler Ebene in mehreren Entwicklungsländern in Afrika südlich der Sahara, Zentralasien, Südasien, Ostasien und Südostasien verstärkt werden.

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So kannst du für sauberes Wasser vorgehen:

  • Gieße deine Blumen und Pflanzen mit Regenwasser
  • Achte auf deinen Wasserkonsum beim Waschen und Duschen
  • Unterstütze Organisationen, deren Ziel sauberes Wasser für alle ist
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