SDG 1

SDG 1: Keine Armut

Armut in all ihren Formen und überall beenden

Stell dir vor, wir Menschen stellen uns nebeneinander in einer Reihe auf. Dann würde unsere Kette so lang sein wie der Umfang von 230 Erden – und jede:r Zehnte aus dieser Reihe lebt aktuell in extremer Armut. Jede:r Zehnte hat also nur 1,90 US-Dollar pro Tag für Essen, Trinken, Kleidung und alles, was wir sonst noch zum Leben brauchen. Von dem Geld könnten wir uns nicht mal eben so einen Burger kaufen, drei Kugeln Eis naschen, ein Ticket für den Bus in die Stadt kaufen und dort ausgiebig shoppen gehen. Wir könnten uns alleine keine Schulmaterialien, Nahrungsmittel oder gar ein Handy leisten. Zudem leben die meisten extrem armen Menschen in ländlichen Regionen ohne Anschluss an eine funktionierende Infrastruktur, besonders oft leiden Kinder darunter. In unserer Menschenkette würden wir erkennen, dass jede:r von uns von extremer Armut betroffen sein könnte und dass sie nicht so weit weg ist, wie wir denken – nur maximal neun Personen von uns entfernt.

In Deutschland lebten im Jahr 2019 ungefähr 15% der Menschen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Besonders alleinerziehende Elternteile sind von Armut betroffen, da sie sich oft alleine um ihre Kinder kümmern und gleichzeitig noch arbeiten müssen. Auch Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund und alte, kranke Menschen haben ein höheres Risiko an Armut zu leiden. Außerdem wächst jedes fünfte Kind in Armut auf – das heißt, auch unsere Freunde im Kindergarten oder in der Schule könnten arm sein.

Im Gegensatz zur extremen Armut ist man in Deutschland arm, wenn man weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens besitzt. Als Single bedeutet das, dass man weniger als 840 Euro zur Verfügung hat. Dadurch konnten sich 2019 6,8% der Einwohner:innen Deutschlands kein ausgewogenes Essen kaufen, ihre Miete nicht fristgerecht bezahlen oder hatten weder Waschmaschine noch Auto zur Verfügung. Sie konnten sich meist noch nicht einmal eine Urlaubsreise im Jahr leisten. Ungefähr 2,6 % der Menschen in Deutschland waren erheblich von diesen Mangeln betroffen. Im europaweiten Vergleich liegen die Werte Deutschlands zum Glück deutlich unter denen des EU-Durchschnitts.

Armut ist also mehr als nur der Mangel an Einkommen und Ressourcen, um eine Existenz zu sichern. Zu ihren Erscheinungsformen gehören Hunger und Unterernährung, eingeschränkter Zugang zu Bildung und anderer Grundversorgung, soziale Diskriminierung und Ausgrenzung sowie die fehlende Beteiligung an Entscheidungsprozessen.

Wir müssen mit integrativem Wirtschaftswachstum nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und die Gleichstellung fördern. Wir benötigen soziale Schutzsysteme, um das Leid in katastrophengefährdeten Ländern zu lindern und angesichts großer wirtschaftlicher Risiken Unterstützung zu leisten. Diese Systeme werden dazu beitragen, die Reaktionen der betroffenen Bevölkerung auf unerwartete wirtschaftliche Verluste nach Katastrophen zu stärken und schließlich die extreme Armut in den am stärksten verarmten Gebieten zu beenden.

In den letzten 25 Jahren konnten sich schon 1 Milliarde Menschen aus der extremen Armut befreien und laut Prognosen wird im Jahr 2030 nur noch jeder 16. unter extremer Armut leiden. Während die weltweiten Armutsraten seit 2000 um mehr als die Hälfte gesenkt und in vielen Ländern Ost- und Südostasiens erhebliche Fortschritte erzielt wurden, leben jedoch weiterhin bis zu 42 Prozent der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara unterhalb der Armutsgrenze. Doch die Weltgemeinschaft hat sich ein noch ehrgeizigeres Ziel gesetzt, nämlich die extreme Armut bis 2030 komplett zu beenden. Das schaffen wir nur, wenn wir gemeinsam Hand in Hand gegen die extreme Armut vorgehen!

Mach's selbst!

So kannst du gegen Armut vorgehen:

  • Biete deine Hilfe an, wenn du z.B. Obdachlose bei Kälte siehst
  • Kaufe Lebensmittel für Bedürftige, viele Supermärkte bieten regelmäßig Aktionen an
  • Spende alte Kleidungsstücke oder Fahrräder, die noch gut erhalten sind
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