Artikel 25

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beschlossen und mit 48 Ja-Stimmen und 8 Enthaltungen verabschiedet. Sie besteht aus 30 Artikeln und enthält grundsätzliche Ansichten über Rechte, die jedem Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft oder Vermögen zustehen sollen.

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." – Artikel 1

Dass dies so kurz nach Ende des 2. Weltkrieges geschah, ist kein Zufall. Gerade der 2. Weltkrieg hat gezeigt, was für verheerende Auswirkungen die Missachtung von Menschenrechten haben kann. Die Fachkommission zur Entwicklung eines internationalen Menschenrechtskodex wurde deshalb bereits 1946 ins Leben gerufen. Sie bestand aus 18 Personen.

Heute kann die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als Idealbild gesehen werden, das bis zum Jahr 2030 durch die Sustainable Development Goals (SDGs) auf der gesamten Welt erreicht werden soll. Dafür müssen wir aber alle mit anpacken.

Artikel 25

"Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz."

Der 25. Artikel formuliert auf der einen Seite das Recht aller Menschen, ein Leben zu führen, das würdevoll, gesund und sicher ist – er ist für uns aber auch als Aufforderung zu verstehen, anderen Menschen Hilfe und Unterstützung zu leisten. Sowohl der Staat und öffentliche Institutionen als auch privilegierte Mitglieder unserer Gesellschaft – über alle Ländergrenzen hinaus – sind gefordert, Hilfsbedürftigen ein gutes Leben zu ermöglichen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber Müttern, Kindern, Armen, Alten und Kranken, aber auch gegenüber Entwicklungsländern oder Katastrophengebieten. Dabei vereint Artikel 25 mehrere Herausforderungen der globalen SDGs in sich: Keine Armut, kein Hunger, Gesundheit, Hygiene, Bildung und Gleichberechtigung sind nur ein paar wenige Ziele, die Artikel 25 verspricht – aber die wir noch lange nicht erreicht haben. Mach mit und hilf dabei, allen Menschen ein gesundes und sicheres Leben zu ermöglichen!

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