Interview

Manuel Neuer über die Stiftung "Die Mannschaft"

Der Fußball vermittelt nicht nur auf dem Platz grundlegende gemeinschaftliche Werte, sondern wirkt auch abseits des Platzes in die Gesellschaft. Soziales Engagement ist den Nationalspielern, die sich seit vielen Jahren langfristig und nachhaltig einbringen, ein großes persönliches Anliegen. Im vergangenen Jahr wurde die Stiftung "Die Mannschaft" gegründet, um Maßnahmen zu bündeln und Veränderung anzustoßen. Manuel Neuer, Kapitän der Nationalmannschaft und Mitglied des Stiftungsrates, spricht im Interview über die Beweggründe hinter der Stiftungsgründung, die aktuellen Projekte und Ziele sowie über die langfristige Vision der Stiftungsarbeit.

Manuel, ihr habt die Stiftung "Die Mannschaft" im Mai 2020 gegründet. Welche Motivation steht hinter der Idee einer eigenen Stiftung?

Manuel Neuer: Gerade das zurückliegende Jahr hat uns allen noch einmal verdeutlicht, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität sind. Im Fußball wie in der Gesellschaft geht es nicht ohne gegenseitige Unterstützung. Die Corona-Pandemie hat schon zuvor bestehende Probleme nun noch einmal verstärkt. Wir als Mannschaft engagieren uns seit Jahren bereits für großartige, vielfältige Projekte – aber es fehlte noch an der nötigen Struktur und Dokumentation. Wir haben uns also gefragt: Wie können wir schnell und effektiv helfen? Wen wollen wir unterstützen? Was wollen wir erreichen? Innerhalb kürzester Zeit entstand dann aus der Mannschaft heraus die Idee zur Gründung einer eigenen Stiftung. Wir haben das Thema direkt nach der Absage der Länderspiele im März 2020 in unserem Board besprochen und selten wurde bei uns so schnell abgestimmt. Die Entscheidung war eindeutig: Wir gründen eine eigene Stiftung und statten diese zu Beginn mit einer Soforthilfe in Höhe von 2,5 Millionen Euro aus.

Wir für 30 – Wir für Euch: Während der März-Länderspiele habt Ihr auf die universell gültigen Menschenrechte aufmerksam gemacht und deren Einhaltung angemahnt. Basis eurer Stiftungsarbeit ist vor allem Art. 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Warum habt Ihr im März dieses Zeichen gesetzt?

Manuel Neuer: Eigentlich ist das ganz einfach zu beantworten: Menschen haben Rechte und das überall auf der Welt. Diese Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Wir müssen sie vielmehr achten und schützen – und genau dazu wollen wir mit unserer Stiftung einen kleinen Beitrag leisten. Im Team kam während der März-Länderspiele der Wunsch auf, auf Missstände und gleichzeitig auf unser Engagement aufmerksam zu machen. Die Wohnungslosenhilfe war schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie eines unserer Herzensprojekte. Dann hat sich die Situation für wohnungslose Menschen noch einmal dramatisch verschärft. In Zeiten von #stayathome wollten wir besonders denjenigen Unterstützung anbieten, die überhaupt kein Zuhause haben.

Im Rahmen der EURO 2020 habt ihr konkret drei Projekte ausgewählt, die ihr unterstützt: die Arche Herzensbrücken in Seefeld, die Nürnberger Tafel und die Bahnhofsmission München. Warum diese drei Projekte?

Manuel Neuer: Unser Wunsch ist es, an allen Standorten, an denen wir uns vor oder während der EURO aufhalten, den Menschen dort, die uns also auf unserem Weg ein Stück begleitet haben, etwas zurückzugeben – dementsprechend fiel die Wahl auf Seefeld, Herzogenaurach und München. Die EURO ist der Anlass für unsere Stiftung, um Art. 25 weiterhin in den Fokus zu rücken und Projekte zu unterstützen, die tagtäglich Großartiges für hilfsbedürftige Menschen leisten. Diese Organisationen und die Menschen, die sich für sie engagieren, verdienen unseren Respekt und unsere Wertschätzung – genau das ist das Ziel der Stiftung. Nicht wir stehen im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die jeden Tag alles geben. Dabei möchten wir sie mit unseren Spenden unterstützen.

Aus „Wir für Euch“ wird „Wir mit Euch“. Die Kooperation mit elevaide soll genau dies bewirken. Warum ist das so wichtig?

Manuel Neuer: Die Unterstützung unserer Fans ist ein großes Geschenk, für das wir sehr dankbar sind. Ohne sie geht es nicht. Aber auch neben dem Platz benötigen wir ihren Rückhalt – denn wir sind ein Team. Über die Plattform elevaide können wir unsere Herzensprojekte abbilden, über sie informieren und darüber hinaus aktivieren – jeder kann mitmachen, jeder kann sich engagieren. Gemeinsam können wir die ausgewählten Projekte noch viel besser unterstützen als allein.

Was ist langfristig die Vision der Stiftung?

Manuel Neuer: Wir möchten nachhaltig helfen. Das ist unser großes Ziel. Wenn wir ein Projekt, ein Anliegen oder eine Organisation unterstützen, dann möchten wir dies langfristig tun, wir wollen dranbleiben. Wir möchten verstehen, welche Themen die Menschen bewegen, wo der Schuh drückt, wo wir helfen können – in welcher Form auch immer. Es braucht keine Krise, um sich zu engagieren. Es braucht innere Überzeugung – und die haben wir. Dabei brauchen wir aber starke Partner an unserer Seite. Denn wie ich eingangs erwähnt habe: es geht nur gemeinsam.

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